Das österreichische Sommer-Duathlon: kraxeln und abtauchen

Österreich mit seinen zahlreichen Wandergebieten für die unterschiedlichsten Könnerstufen – von alpinem Wandern und Klettern bis hin zum entspannten Waldspaziergang – fasziniert Natur- und Wanderfreunde aus der ganzen Welt. Für die Österreicher selbst, die mit den österreichischen alpinen Naturwundern aufgewachsen sind, ist Wandern weniger ein Sport als ein Lebensgefühl, verbunden mit dem Gefühl von Heimat. Erfrischung bieten die vielen idyllischen Berg- und Gletscherseen.

Hoch hinaus

In den Ostalpen warten die höchsten Berge Österreich darauf, erklommen zu werden. Der Großglockner ist mit 3798 Image result for Hoch hinausMetern der höchste von ihnen. Doch es gibt – inklusive Nebengipfeln – rund 1000 Berge in Österreich jenseits der 3000-Meter-Grenze. Diese Höhen eignen sich für untrainierte Wanderer ohne ausreichende Akklimatisierung zuvor ohnehin nicht. Denn Symptome der sogenannten Höhenkrankheit können bereits ab einer Höhe von 2000 bis 2500 Metern eintreten. Die ersten Anzeichen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Abgeschlagenheit. Bereits diese Symptome sollte jeder Wanderer ernst nehmen und seine aktuellen körperlichen Grenzen akzeptieren. Fatal ist, diese Warnhinweise des Körpers aus persönlichem Ehrgeiz, der in dieser Situation fehl am Platz ist, zu ignorieren. Denn Desorientierung und Schwindel kann den weiteren Krankheitsverlauf bestimmen, der eine akute Unfallgefahr darstellt. Die durch den Blutdruckanstieg vermehrte Ansammlung von Flüssigkeit in Lunge und Gehirn kann zu lebensgefährlicher Ödembildung führen. Daher bitte bei den ersten Anzeichen umkehren und es für diesen Tag gut sein lassen. Höhenverträglichkeit ist einfach trainierbar – bedarf aber seiner Zeit, gemessen am jeweils persönlichen Chronometer.

Eiskalt abtauchen

Auch unterhalb alpiner Höhen und in gemäßigtem Tempo hat das Wandern in Österreich seinen besonderen Reiz. Denn viel zum Schauen gibt es allemal in der unberührten Tier- und Pflanzenwelt der Berge. Die komplementäre sportliche Herausforderung beim Wandern in Österreich bilden die Bergseen. Auch wenn es sich dabei nicht immer um Gletscherseen handelt, gilt der Appell an die Besonnenheit, denn abrupte Unterschiede in der Tiefe führen zu radikalen Temperaturwechseln. Indes herrlich ist die Erfrischung, die sie bieten: sie lassen den sportlichen Wanderer gestärkt das nächste Etappenziel ins Auge fassen. Vielleicht erwartet ihn dort das nächste kühle Nass.